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Museumseisenbahn

Geschichte

Die Geschichte der ´Wittlager Kreisbahn´ begann am 2. August 1890 mit der Bildung eines „Ausschusses zur Förderung des Projektes einer Bahnverbindung Bünde - Bohmte und Bohmte - Damme“.  Am 24.5.1891 wurde ein Eisenbahnbauverein für den Kreis Wittlage gegründet, der zunächst eine Schmalspurbahn von Bohmte nach Lübbecke auf einer Länge von 25 km plante.

Die Kosten für die Schmalspurbahn (Meterspur) hätten sich auf 31.560 Mark und die der Vollspurbahn auf 47.800 Mark pro Kilometer belaufen. Letztlich beschloss der Wittlager Kreistag am 11.1.1897 den Bau einer Vollspurbahn von Bohmte nach Holzhausen mit den jeweiligen Anschlüssen an die damaligen Staatsbahnlinien Osnabrück-Bremen und Bünde-Bassum. Zuvor hatte der Landrat des Kreises Lübbecke Herr von Ledebur (urspünglich ein erbitterter Gegner der Eisenbahn allgemein) eingesehen, dass die Eisenbahn auch für den Kreis Lübbecke Vorteile bringen würde und bewilligte schließlich einen Betrag von 150.000 Mark für den Weiterbau ab der Landesgrenze bis nach Holzhausen. Am 9.8.1900 wurde der Bahnbetrieb offiziell eröffnet.  

 

Lokomotivschuppen

Erbitterten Streit gab es bei der Planung um den Standort des dreigleisigen Lokomotivschuppens der 'Wittlager Kreisbahn' in Preußisch Oldendorf, weil damit viele wertvolle Arbeitsplätze verbunden waren. Dieser Schuppen ist heute im Privatbesitz und steht im Orginalzustand mit dem damaligen technischen Innenleben (Transmissionsriemenübertragungen) nördlich der Bahnhofsgleise.

Am 30.6.1914  wurde die Bahnlinie um die Strecke Bohmte – Hunteburg - Damme insbesondere wegen der Torfvorkommen im Schwegermoor erweitert.

 

Lokomotiven

Zum Einsatz kamen zunächst Dampflokomotiven der Bauart Bn2t und später Cn2t. In den Jahren 1955 und 1958 wurden die Diesellokomotiven MaK 400 und MaK 240 eingesetzt. Letztere ist in den Bestand der Museumseisenbahn Minden übergegangen und ist in dem neuen Lokschuppen südliche der Gleise beheimatet.

Südwestlich am Wiehengebirge befand sich ein Reichs- und später Bundeswehrdepot für Treibstoffe und andere militärische Güter mit umfangreichen Gleisanlagen und dem noch heute existierenden Gleisanschluss in das jetzige Gewerbegebiet. Während des 2. Weltkriegs waren dort die beiden Diesellok-Typen V 20 und V 36 beheimatet. 

Im Jahre 1961 verfügte die 'Wittlager Kreisbahn' über insgesamt 6 Triebwagen. Darunter war ein Zweiachser mit Triebwagenanhänger (DRG VT 135/140), der noch heute im Besitz der Verkehrsbetriebe Land  Osnabrück (VLO) ist und auf den Gleisen der Museumseisenbahn zum Einsatz kommt, ein vierachsiger Triebwagen (VT 85 DB) sowie drei 'Wismarer Schienenbusse'.  1971 wurde der Schienen-Personenverkehr eingestellt und die Triebwagen durch Busse ersetzt.

 

Museumseisenbahnbetrieb

Am 13.10.1973 begann der Museumseisenbahnbetriebauf der Wittlager Kreisbahn unter Federführung des Vereins „Dampfeisenbahn Weserbergland“. Im Jahre 1977 spalteten sich dann Mitglieder ab und gründeten die „Museumseisenbahn Minden e.V. (MEM). Die ´Wittlager Kreisbahn´ firmiert seit dem Jahre 1987 unter der Bezeichnung „Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück“ (VLO) und ist Eigentümerin der Gleisanlagen. 

Die Strecke Preußisch Oldendorf - Bad Holzhausen ist nach einer Gleissanierung ab 2021 für den Personen- und Güterverkehr uneingeschränkt befahrbar und es sind Gleisanschlüsse an die Bundesbahnstrecken  Bünde - Rahden und Bremen – Osnabrück für weitere Entwicklungen vorhanden.

Siehe auch: www.kleinbahnmuseum.de

Museumseisenbahn
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Museumseisenbahn 2
Museumseisenbahn 2

 

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