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Schloss Hüffe

Adresse: Schlossstraße 5, 32361 Preußisch Oldendorf

Lage

Das Schloss Hüffe ist ein Ende des 13. Jahrhunderts errichtetes Wasserschloss im Stadtteil Lashorst  der Stadt Preußisch Oldendorf. Die jetzige Anlage wurde in der Zeit von 1775 bis 1784 als einziges Bauwerk in der weiteren Umgebung im Stil des spätbarocken Klassizismus mit siebenachsigem Mittelbau und mit zwei fünfachsigen Flügelbauten erbaut. Sie liegt südlich des Mittellandkanals, befindet sich in Privatbesitz und ist mit Ausnahme des Schlossparks südlich der Schlossstraße nicht öffentlich zugänglich.


Geschichte

Das Rittergut Hüffe wird erstmals im Jahre 1231 wurde mit Emelricus de Huffe erstmalig der Name urkundlich erwähnt. Aus einem Bauernhof „Syben Hoff“ wurde 1520 das adelige Gut von Johann von Schloen, gen. Gehle der Jüngere, neu erbaut. Mit dem benachbarten Schloss Hollwinkel im Stadtteil Hedem bildete es einen westlichen Randposten des Bistums Minden. Die ursprünglichen Eigentümer 'von Schloen genannt Gehle', waren Besitzer dieser beiden Güter. Da gleichzeitig die ursprünglich nicht genau definierte Grenze zwischen der Grafschaft Ravensberg und dem Fürstenbistum Minden durch diese Eigentumsflächen verlief, ist die Geschichte des Gutes bis ins 18. Jahrhundert von Territorial- und Erbschaftsstreitigkeiten gekennzeichnet, die im Jahre 1609 sogar vor dem Reichskammergericht ausgetragen wurden.

Oberst 'Christoph von Wrisberg', der 1554 bis 1580 Gutsherr und Landesknechtführer war, stritt sich teilweise auch mit Gewalt mit den Eigentümern des Schlosses Hollwinkel. Philipp Wilhelm von Cornberg kaufte im Jahr 1593 Schloss Hüffe. Erneut entspann sich ein Konflikt mit den Eigentümern von Schloss Hollwinkel, den Philipp Wilhelm von Cornberg schließlich mit Hilfe des hessischen Landgrafen für sich entschied. Da sich die Eigentümer von Schloss Hollwinkel, die Familie 'Schloen genannt Gehle' Hilfe beim Hochstift Minden suchten, kam es fast zu einem Krieg mit Hessen-Kassel. Erst kurz vor seinem Tod konnte Philipp Wilhelm Cornberg das Gut Hüffe für sich und seine Nachkommen sichern.

Der hessische Beamte 'Friedrich Christian Arnold von Jungkenn genannt Müntzer vom Mohrenstamm' erwarb 1773 für 59000 Taler das Gut. Zwischen 1775 und 1784 wurden das Schloss an der Stelle der alten abgebrochenen Gebäude für 34519 Taler von dem Baumeister Simon Louis de Ry aus Kassel als Pfahlbau errichtet. Am 18.11.1806 starb er im Alter von 74 Jahren und fand seine Ruhestätte auf einer Begräbnisinsel am nördlichen Ende eines langgestreckten Parks. Bis 1947 blieb das Schloss im Besitz der Familie. Eine Nichte der Familie, die Freifrau von Vittinghoff-Schell (gest. am 14.5.1952), übereignete das Schloss 1947 an den Landesverband des DRK und wurde als Alters- und Pflegeheim insbesondere für Spätheimkehrer genutzt. Die dazugehörigen Ländereien blieben zunächst im Familienbesitz.

Der Park mit seiner langen Sichtachse bis hin zum Wiehengebirge wurde von dem Kasseler Hofgärtner Pierre Bourgignon ab 1775 angelegt.

Im Jahre 1977 erwarb Dr. Hartmut Krukemeyer das Anwesen, restaurierte das Schloss, die umliegenden Wirtschaftsgebäude und das Parkgelände mit einem sehr hohen Kostenaufwand. 

Der Eigentümer der Schlossanlage von Jungkenn und der letzte Eigentümer der zum Schloss gehörenden landwirtschaftlichen Flächen Baron von Vittinghof - Schell sowie Dr. Hartmut Krukemeyer mit Ehefrau Gräfin von Schwerin sind auf der Begräbnisinsel im Schlosspark beigesetzt.

Das Schloss wird nunmehr als privater Wohnsitz genutzt. Die dazugehörigen Ländereien wurden an einen Investor verkauft.

 

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