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Rittergut Holzhausen

Adresse: Hudenbeck 2, 32361 Preußisch Oldendorf

Lage

Das Rittergut Holzhausen steht in 150 m Entfernung von der Ev. Kirche. Die weitläufige Anlage ist in einem guten Zustand und dient heute als “Haus des Gastes“ mit Kurpark für den Luftkurort und für das Heilbad Bad Holzhausen in der Stadt Preußisch Oldendorf.


Eigentümer

Erstmalig erwähnt wurde das Rittergut Holzhausen zusammen mit der Gutswassermühle nebenan im Jahre 1529. Damaliger Eigentümerin war die Familie "von Schloen genannt Gehle", die auch gleichzeitig Eigentümerín der Rittergüter "Hollwinkel"  im Stadtteil Hedem und "Hüffe" im Stadtteil Lashorst der Stadt Preußisch Oldendorf sowie des "Burgmannshofes" in Lübbecke waren.
Zuvor stand hier der Bauernhof von Heinrich Blesse. Die Familie "von Schloen genannt Gehle" bauten den Bauernhof in einen adeligen Rittersitz um. Die Erlaubnis für den Umbau wurde von dem "Herzog Johan von Jülich und Berg - Grafen von Ravensberg" erteilt. "Johan von Schloen genannt Gehle" diente als Gefolgsmann und war verwandt mit "Lubbert von Wendt", ravensbergischer Drost der Burg Limberg.
Dem Rittergut wurden neben der Gutswassermühle auch eine Ölmühle und drei eigengehörige Bauernhöfe, in Oldendorf ein Hof, in Offelten sechs Höfe, in Harlinghausen drei Höfe, in Schröttinghausen zwei Höfe und in Getmold vier Bauernhöfe zugewiesen.
Im Jahre 1558 (die eingravierte Jahreszahl steht an der Ostseite des Hauses) wurde das Rittergut zu einem Herrenhaus in seiner noch heute sichtbaren baulichen Anlage umgebaut. Nach einem Erbstreit ging das Gut um 1590 in den Besitz der Familie von Steding (Margarete von Schloen genannt Gehle war eine geborene von Steding) über.  Heinrich Wilke (Wilhelm) von Steding heiratete um 1650 Hedwig von Spiegel zu Peckelsheim, deren Nachfahren heute noch Eigentümer des Rittergutes Groß - Engershausen sind.
Im Jahre 1795 wird von einer starken Verschuldung des Rittergutes berichtet. Durch erhebliche Landverkäufe wurden Mittel zur Schuldentilgung beschafft. Am 5.8.1812 verkaufte "Heinrich Karl Wilhelm von Steding" das Rittergut mit allen Zubehörungen an Gebäuden, Gärten, Wiesen, Ölmühlen, Zehnten, Holzungen an den Kammerherrn ´"Wilhelm Friedrich Christian von Oheimb zu Enzen", der auch Eigentümer des “Rittergutes Hudenbeck“ und der "Burg Limberg" mit den entsprechenden Holzungen war. Im Jahre 1866 wurden am Haus umfangreiche Umbauten vorgenommen.
Durch einen Wolkenbruch am 26.6.1885 wurde das Gutshaus von den Wassermassen der "Großen Aue" überschwemmt. Eine Hochwassermarke an der Hauswand (Nord-Ost-Seite) zeugt noch heute davon.

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