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Preußisch Oldendorf - Die Mitte

Preußisch Oldendorf wurde als ,,Aldenthorpe“ während der Regierungszeit des Mindener Bischofs Milo von Minden (969-996) in einer Traditionsnotiz erstmalig urkundlich erwähnt. Der Ortsname Oldendorf erklärt sich aus der Bezeichnung ,, altes Dorf“ im Verhältnis zu den umliegenden Ortschaften. Nach der landeskundlichen Forschung, die sich intensiv mit der geschichtlichen Rolle der Ortsnamenpaarung Oldendorf-Holzhausen befasst hat, vermutet man in Oldendorf ein karolingisches Zentrum aus der Zeit um 800.

Die weitere Geschichte des Ortes führte zu einer zentralörtlichen Entwicklung als Kirchspiel, Flecken, Vogteisitz und Akzisestadt im Jahre 1719, schließlich durch die Gebietsreform zum Zentralort der neugegründeten Stadt Preußisch Oldendorf zum 1.Januar 1973.

Im Stadtkern an der Mindener Straße und der Spiegelstraße sind einige historische Ackerbürgerhäuser erhalten, in denen bis in die Gegenwart hinein neben dem städtischen Gewerbe auch Landwirtschaft betrieben wurde. Besonders zu nennen ist das Bürgerhaus von 1753 auf dem Kirchplatz, in dem heute das Stadtarchiv und die Stadtbücherei untergebracht sind. Sehenswert sind auch die von etwa 1902 bis um ca. 1920 in der Rathausstraße erbauten Häuser und Villen im Jugendstil.

Der Stadtteil ist Sitz der Stadtverwaltung in dem im Jahre 1906 erbauten alten Amtshaus, dem heutigen Rathaus. Von hier aus werden die städtischen Verwaltungsfunktionen für die Stadtteile und die übergeordneten kommunalen Gremien abgewickelt.

Am Ort sind eine Sekundarschule, Realschule, Hauptschule und Grundschule sowie zwei Kindergärten vorhanden. Stadtmitte ist der Kirchplatz mit der spätgotischen evangelischen St.- Dionysius-Kirche aus dem Jahre 1510.

Das evangelische Kirchspiel Oldendorf umfasst die Stadtteile Preußisch Oldendorf, Harlinghausen, Offelten, Engershausen, Getmold und Schröttinghausen.

Die alte Heerstraße nördlich des Wiehengebirges, die heutige B 65, verläuft um den Kirchplatz, und die Verkehrsströme dieser Ost- West- Verbindung fließen durch den Ort.

In der Nähe der evangelischen Kirche ist die katholische St.- Raphaels- Kirche gelegen, deren Sprengel die gesamte Stadt Preußisch Oldendorf umfasst.

Im Jahre 1974 erhielt der Stadtteil Preußisch Oldendorf die staatliche Anerkennung als Luftkurort, insbesondere für den Ortsteil Oldendorfer Schweiz.

Am Wiehengebirge steht ein Waldschwimmbad mit Ausbau zum Freizeitbau mit einer Wassertemperatur von 24°C sowie einem Beachvolleyballfeld zur Verfügung. Unterhalb des Waldschwimmbades ist eine städtische Minigolfanlage vorhanden.

Sehenswert ist die evangelische St.- Dionysius- Kirche mit dem heute noch sichtbaren historischen Häuserring um den Kirchplatz, den sogenannten Kirchhöfern. Im Inneren der Kirche beeindrucken die Barockorgel von 1662, die von dem Offelter Orgelbaumeister Anthonius Bischof erbaut wurde, und der Passionsaltar um 1520.

Im Jahre 1556 hatte die Bauerschaft und das Dorf Oldendorf 35 bäuerliche Besitzungen, deren Anzahl im Jahre 1721 auf 52 angestiegen war, darunter jedoch auch viele Ackerbürger, die noch einem Gewerbe nachgingen. Die Landwirtschaft ist bis in die Gegenwart hinein aus dem Innenstadtkern verschwunden, sodass es heute nur noch einen einzigen Vollerwerbshof im Süden von Oldendorf gibt.

Der mit der Stadterhebung von 1719 begonnene Funktionswandel hat dazu geführt, dass der Stadtkern heute als ein Einzelhandelszentrum und ein Grundzentrum mit 10-25.000 Einwohnern im Versorgungsbereich mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums ausgewiesen ist. Daher wird der Ortskern häufig von den umliegenden Stadtteilen zum Kauf notwendiger Bedarfsgüter aufgesucht.

Im Stadtkern ist ein intensives Vereinsleben vorhanden. Als größte Vereine sind der Sportverein OTSV Preußisch Oldendorf, der Gewerbeverein Preußisch Oldendorf, der DRK- Ortsverein Preußisch Oldendorf und der Verkehrs- und Heimatverein Preußisch Oldendorf zu nennen.

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