Sprungziele
Seiteninhalt

Schloss Hollwinkel

Adresse: Hollwinkel 2, 32361 Preußisch Oldendorf

Gebäude

Im Norden von Preußisch Oldendorf im Stadtteil Hedem liegt das Wasserschloss Hollwinkel aus dem 13. Jahrhundert mit Rundturm und Wasseranlage. Das sehenswerte Schloss zeigt u.a. einen Eckturm (Rundturm) aus dem 13. Jahrhundert im Bauzustand von 1870. Das Gebäude wurde 1504 grundlegend umgebaut. Weitere Baumaßnahmen folgten in den nächsten Jahrhunderten.

Das heutige Herrenhaus ist ein Vierflügelbau teilweise mit Fachwerkgeschossen. Die gesamte Anlage ist von einer weitläufigen Gräfte umgeben. Nur der Wirtschaftshof und das Torhaus in Fachwerkbauweise liegen außerhalb der Gräfte.

Das Schloss liegt östlich vom Ort Hedem in unmittelbarer Nähe des früheren Bachlaufs der 'Großen Aue', die auch seinerzeit zwei Wassermühlen des Rittergutes antrieb. Die Gewässerstruktur der als Wasserschloss konzipierten Anlage wurde nach dem Zweiten Weltkrieg verändert. Der Bachlauf verläuft heute westlich des Schlosses.

Der Mittellandkanal liegt 100 m nördlich der alten Parkgrenze. Durch den Kanalbau wurde die Erbbegräbnisstätte vom Schlosspark abgetrennt. Noch heute besteht aber eine Verbindung über eine „private“ Kanalbrücke. 


Bedeutung

Das Rittergut wird 1350/1370 im Mindener Lehnsregister urkundlich erwähnt. Es war im Ursprung  eine alte Grenzburg der Bischöfe von Minden gegen das Bistum Osnabrück sowie gegen die Grafschaft Ravensberg. Im Jahre 1459 wurde Hollwinkel belagert und beschossen. Steinkugeln aus dieser Fehde wurden 1871 in der Gräfte gefunden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es von den Schweden belagert.

Etwa 1856 wurde der Gutsbezirk Hollwinkel, der einer Gemeinde gleichgestellt war, durch Ausgliederung aus der Nachbargemeinde Alswede neu gebildet. Am 1.10. 1928 wurde der Gutsbezirk aufgelöst und in die damalige Gemeinde Hedem (seit 1973 Stadt Preußisch Oldendorf) eingegliedert.


Geschichte

Es wird vermutet, dass Schloss Hollwinkel von einer aus der Region Hildesheim vertriebenen Familie Holle gegründet wurde. Etwa seit dem 15. Jahrhundert befand es sich im Eigentum der Familie von Schloen gen. Gehle. Nach dem Aussterben der Familie im Jahre 1758 fiel das Schloss dem Lehnsherrn Friedrich II. von Preußen zu. Er übertrug es im gleichen Jahr dem Freiherrn von Asseburg, der es aber bereits 1776 mit Zustimmung des Königs an den Preußischen Staatsminister Freiherr von der Horst verkaufte. In der Zeit von 1791 bis 1830 war das Gut unbewohnt. Seitdem ist es bis heute der Hauptwohnsitz der Familie von der Horst.

 

Seite zurück Nach oben