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Pr. Oldendorf bekommt schnelleres Internet | 15.04.2016

Pr. Oldendorf bekommt schnelleres Internet

Mehr als 3.500 Haushalte sollen ab Ende des Jahres profitieren

Jetzt wird gegraben: Der Ausbau von schnellen Internetanschlüssen hat in Pr. Oldendorf (Vorwahlbereich: 0 57 42) begonnen. Vectoring heißt der neue Turbo. Mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde verdoppelt sich das maximale Tempo beim Herunterladen von Daten im Vergleich zum bisherigen VDSL-Netz.

"Wir werden dazu etwa 13 Kilometer Glasfaser verlegen und 26 Multifunktionsgehäuse neu aufstellen und ausstatten", erklärt Telekom-Regiomanager Roger Pettenpohl. Dadurch würden mehr als 3.500 Haushalte in Pr. Oldendorf, Bad Holzhausen und Offelten bis Ende des Jahres Vectoring-fähig. "Wenn ein Glasfaserstrang fertig ist, wird er in Betrieb genommen", so Pettenpohl. Die Beeinträchtigungen der Anwohner durch die Bauarbeiten sollen so gering wie möglich gehalten werden, sagt er. Es werde in einzelnen, überschaubaren Bauabschnitten vorgegangen.

Natürlich wird nicht nur das Herunterladen schneller, beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit auf bis zu 40 Megabit pro Sekunde. Das hilft beim Austausch von Fotos, Dokumenten und Videos übers Internet. Das neue Netz soll so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind, sagen die Telekom-Experten beim Pressetermin in Pr. Oldendorf.

Die neuen Glasfaserkabel werden bis zu den Multifunktionsgehäusen (graue Kästen) verlegt. Von dort führen wie bisher Kupferkabel in die Wohnung des Kunden. Die Vectoring-Technik beseitigt nun die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten und die Geschwindigkeit drosseln. Das Vectoring setze quasi auf der bisherigen Technik auf, so die Experten.

Bei Bürgermeister Marko Steiner sorgte der Spatenstich für das schnelle Internet für ein strahlendes Gesicht: Ein schneller Anschluss gehöre heute zu den wichtigsten Forderungen, die von jungen Familien und mittelständischen Unternehmen an die Politik gestellt werden, sagt er. Zu seinem Bedauern müssen die vier Kanaldörfer Schröttinghausen, Harlinghausen, Hedem und Getmold sich in Sachen schnelles Internet noch weiter gedulden. So werde derzeit ein Masterplan zur Breitbandversorgung auf Kreisebene erstellt, erklärte Steiner. Erst danach könne über die Förderung für den weiteren Ausbau entschieden werden. Das sei natürlich besonders ärgerlich für die im Gewerbepark Getmold ansässigen Firmen.

So funktioniert’s

  • Glasfaserkabel erhöhen die mögliche Datengeschwindigkeit zwischen Verbindungsstelle und Kabelverzweiger. Das Verlegen von Glasfaser kostet 70.000 Euro pro Kilometer. 
  • Die grauen Kästen (Multifunktionsgehäuse) am Straßenrand werden zu einer Mini-Vermittlungsstelle. Hier werden die Datenpakete vom Kupferkabel auf die Glasfaser übergeben. Je näher ein Kunde am Kasten wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit. 
  • Mit der Einführung von Super-Vectoring plant die Telekom den nächsten Entwicklungsschritt. Die möglichen Bandbreiten sollen so auf 250 MBit/s gesteigert werden. 
  • Ansprechpartner vor Ort: Pixelos Kommunikation, Bremer Straße 1, Pr. Oldendorf

 

Pressefoto schnelleres Internet
Pressefoto schnelleres Internet

Spatenstich fürs schnelle Internet: (v. l.) Bürgermeister Marko Steiner, Roger Pettenpohl (Telekom-Regiomanager) und Voker Schobelt (Ausbauverantwortlicher Telekom) an der Baustelle an der Rathausstraße.

 

Text & Foto: Sandra Spieker, Neue Westfälische